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Brev från Märta till Gerd den 12 juli 1946 från Salta
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Den 12. 7. 1946 Mein liebster Gerd! Stefan sagte gestern früh: Så roligt för pappa då, att han har så vackert väder i dag! Ja, und wir feierten mit Erdbeerkuchen und spät um 20,30 fuhren mamma, morb. Erik und ich mit Stefan und Rolf nach Hjulsta färja über Strömsta mit den Rädern, tranken dort Kaffee und sahen den Verkehr an, der nun ziemlich lebhaft ist seitdem Benzin wieder frei ist. Ja, Du! Wir haben nun Lizenz für Reifen bekommen, die eigenen mussten abgegeben werden an das Heer. Und gestern hat ein D.K.W. unser V8 nach Enköping geschleppt. Pappa saß drin und wollte steuern. Er hatte sogar vergessen wo die Fussbremse ist und unser schweres Auto wollte ja beinahe das kleine überfahren und dabei trat er auf die Kupplung ganz verzweifelt. Nun will Autocentralen 1000 kr. haben um das Auto wieder auf die Höhe zu bringen, nach den 6 Jahren Winterschlaf. Das wird wohl Betrug sein. Als ich Dir am Dienstag 7. eine Karte geschrieben hatte in E. und nach Haus kam, erhielt ich Deine vom 13. Juni. Du willst machen wie Wehner. Wenn es nun aber schließlich Bernadotte gelingt unsre deutschen Ehemänner rüberzukriegen, da wirst Du wohl auch loskommen können von Deiner Arbeit? Ich möchte eigentlich wissen, was Dein Fach ist und was Du alles kannst. Hier werden ja so viele gesucht, wenn ich da sage, ich weiß einen, der das und das bringt, da helfen sie mir vielleicht. Kannst Du mir das schreiben, bitte! Mätteknik z. B., ist das Jonisierung? Nun bin ich so gespannt wieder auf die nächste Karte. Werde ich Dich besuchen können? Ich hoffe so sehr, daß Dir die neue Arbeit gefallen wird, so daß Du selbst ein bißchen zufrieden wirst. - Was macht denn Homburg, glaubst Du? Ja, wenn wir uns nur irgendwo sehen könnten. Ich möchte allen anflehen, daß sie Dich mir wiedergeben. Wenn wir warten sollen bis ein Friede geschlossen ist, da können wir ja lange warten. Weißt Du daß Johansson ein Papier geschrieben hat über Dich, daß er Dich so gut kennt und daß er überzeugt ist, daß seine Landsleute, durchdrungen von ihrer Achtung für Freiheit und Humanität, Dich zu Frau und Kinder lassen würden. Setz Dich nur nirgends fest, so daß es dann neue Schwierigkeiten geben werden. Graf Luckner kam vorigen Herbst mit seiner schw. Frau. Er ist ja nun alt. Es hieß damals, daß viele schw. Frauen sich weigerten nach Schw. mit der Rot Kreuz Transport zurückzukehren wenn sie nicht ihre Männer hätten mitnehmen können. Und da wurde es ihnen ermöglicht. Es kling beinahe phantastisch. Sobald ich erfahre, wo Du bist und unter welchem Herrn, schreibe ich ans Aussenamt und bitte um Rat. Gerd lilla Du ich bin so glücklich über Deine Briefe, besonders über den ersten langen. Ich habe Dich so lieb und Du sprichst immer so warm und zärtlich zu mir. Wir werden es schon schaffen, wir sind ja noch relativ (Du) jung. Und haben ja ein großes Kapital in unsrer Liebe, ich bin auch so zuversichtlich. Weißt Du damals sagte Anne Rüger immer, daß sie so böse wurde wenn sie ein Ehepaar mit ihren Kindern spazierengehen sah. Weißt Du, mir geht es jetzt genau so. Ich werde so eifersüchtig. Gerd, wir haben wenigstens ein Ziel, wenn wir auch auf dem Wege manchmal in Stücke springen könnten. Warum schreibt denn Bertchen nicht an seine heißgeliebte Märta? Aus Zürich hat er mich geradezu mit Briefen übersät und nun immer noch nichts. Im Zirkus war es hübsch. Rolf war so niedlich, wie er immer Beifall klatschte mit seinen kleinen Händen und sah so erstaunt aus. Es waren große Tiger da, die ganz böse ihren Mund aufmachten. Und Stefan als die Clowns kamen, er ist ja so schüchtern, mußte aber so lachen, da hat er die Hände vorm Mund gehalten und gelacht. Rolf staunte bloß, ihm gefielen die Tiere besser. Hast Du nun auch Fotos bekommen? Da schicke ich Dir mehr. Wir wollen dann lilla Erik fotografieren lassen für Dich. Wenn ich Dir ein Buch schicken könnte. Ich weiß ein so hübsches von Olle Hedberg. Stefan will erst nächstes Jahr in die Schule. Ich glaube auch. Er ist so schüchtern und er braucht glaube ich noch Ruhe und Reife. In der ersten Klasse wissen sie schon wieviel 1 ½ Dutzend ist. Das ist zu schwer für unsren Sohn. Teleteknik forskning: vågutbredningsundersökning, radiostyrning, ekoradiosystem, bringst Du so was? Viele Grüsse von meinen Kindern! Morbror Erik ist traurig, daß er Dich nicht zum Geb.tag schrieb. Suse wird 40!? Kuss an meinen Liebster. D. Märta Ich darf doch auch nicht schwedisch schreiben! |
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