Brev från Märta till Gerd den 14 februari 1945 från Salta

Märta Zenker geb. af Sillén, Salta, Enköping, Schweden an Dipl. Ing. Gerd Zenker 10 Klotzsche, Mozartstraße 8

Onsdagen den 14. 2. 1945 kl. 22

Min älskade,

so ist es doch auch geschehen. Du allerliebster Gerd, bist Du noch im Leben? Oh, so lange muß ich noch warten ohne was zu wissen. Zwinger, Oper, Schloss zerstört! Und was noch alles? Ich hoffe ja so innig, Du warst nicht in Sachsen. Wird dieser Brief Dich überhaupt erreichen? Gerd, lilla, rara, älskade. Tant Hanna Sandegren ringde nyss o. sade att jag skulle tänka på, att det finns något på andra sidan också, efter detta livet. Ich weinte so, daß ich nicht sprechen konnte im Tel. - Ich bin wie erlähmt heute. Und wie geht es wohl Mutti, Tante Else und allen Verwandten und Elsa und Gulli.

Als wir zum Bahnhof marschierten in der Mondscheinnacht am 8. 4. 44, dachte ich, werde ich wohl diese Kuppel und Türme so unbeschädigt wiedersehen. Ach ja, sicher doch.

Mein geliebtes Dresden und doch vor allem die Menschen.

Du darfst mich nicht verlassen.

Mir geht's nun wie Bertchen, aber den Wützen nicht.

Ob man wohl auch solche Karten ins Ausland schicken darf, wie die, die mir Herr Knapp gab um für Angriffsfall an Verwandte zu senden. Versuch's doch.

Liebster, min enda älskade, min egen Gerd. Immer wieder: Ich bin bei Dir. Du mußt leben.

Heute Nacht wachte der Kleine auf, der sonst immer so vorbildlich ist und schrie von um 1 - ½ 4. Mir flog's durch den Kopf vielleicht geht Dir's schlecht.

Mein Gerd, mein Gerd!

Deine Märta
Dein Stefan, Dein Rolf, Dein Erik

Märta

Ansvarig utgivare: Stefan Zenker, www.zenker.se

 
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Senast ändrat eller kontrollerat den 24 juni 2006.