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Brevkort från Gerd till Märta till den 27 november 1944 från Dresden
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27. 11. 44 Liebe! Vorgestern kam ich aus Berlin zurück, und heute bin ich schon wieder auf Reisen. Mit Petersen u. Riemann im Auto auf dem Lande zwischen Berlin u. Dresden (Niederlausitz). Die beiden hochgeschätzten Kollegen sind noch ein Stück weitergefahren und ich sitze nach Erledigung meiner Angelegenheiten im Gasthaus und warte auf sie. Worum drehte sich das kollegiale Gespräch, als wir über die Autobahn brausten? - Über Ullmanns Privatleben natürlich. - Warumdn? - Weil es der liebe Gott so gewollt hat. - Ach so! Ja Du Liebling, es ist ja so hübsch, Deine Briefe zu bekommen und über Euer Leben zu hören. Es ist aber auch nötig, um immer das lebendige Gefühl des Kontaktes zu haben. Jetzt zum Beispiel habe ich Deinen Antwortbrief auf die ersten Beschreibungen der Mozartstraße. Jetzt erst fühle ich, wie Du mit mir hereingehst in unserer Wohnung und mir möblieren hilfst. Den Plan hast Du jetzt gewiß auch. Die Einrichtung geht sehr langsam vorwärts, es sind noch nicht einmal alle Verdunklungen dran! Es ist eben garnicht so einfach für einen armen Geschäftsreisender. Der gute Otto hat mir mit seinen klapprigen Pferden alle Kohle hinausgefahren (fahren lassen!). Ohne mehr für heute, zeichne hochachtungsvoll und liebevoll
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