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Brevkort från Gerd till Märta den 31 oktober 1944 från Dresden
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Liebste! Das große Werk ist gelungen, das Größte geschafft. Hurra! Zum ersten Mal im Leben mache ich meine eigene Wohnungstür hinter mir zu. Mit 35 Jahren ist es ja auch an der Zeit, nicht wahr? Es sieht schon einigermaßen gemütlich und bewohnbar aus. Am Freitag war der Packer bei mir u. verpackte Porzellan u. Bücher u. ich alles übrige. Gut, daß Gunhild uns mit Kartons reichlich versehen hat! Es war vereinbart, daß der Möbelwagen zuerst nach der Ermelstr. fahren sollte, aber natürlich wurde es verquatscht u. die Leute kamen 6 Mann hoch am Sonnabend früh 7 h angerückt, als ich noch garnicht ferteig war. Ein Russe ergriff meine Bettsachen, ein Franzose das Waschzeug, ein Holländer die Mäntel. Als alles verstaut war, stellte sich heraus, daß für Schreibtisch u. Schrank kein Platz mehr war, und es mußte noch ein zweiter Wagengeholt werden. Ich fuhr im Möbelwagen mit hinaus. Es regnete ein bißchen. Am Berge, gerade am Schild "Klotzsche", streikte der Motor, die Briketts schmeckten ihm wohl nicht. Gegen 12 kamen wir aber doch hinaus. ½ 2 war alles verstaut. 200.- hat es gekostet, BB wäre billiger geworden! Dafür wohnen wir aber in "Kurort u. Sommerfrische Kl.", wie es im Brockhaus heißt. Die 6000 Einwohner haben sich durch uns um einen erheblichen Prozentsatz vermehrt. Nun habe ich auch noch einmal alle Maße aufgenommen u. den Plan gezeichnet, ich schicke ihn heute, damit Du endlich rücken kannst! Ich habe so viel zu tun u. kann so wenig in der Wohnung machen, aber es eilt ja auch nicht so sehr. Mu. will wenigstens die ersten Tage oder Wochen mit draußen wohnen, bis wir eingebürgert sind. Schade, daß wir kein Sommerfrischewetter haben. Muß! Gerd. |
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