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Brevkort från Gerd till Märta till den 13 juli 1944 från Dresden
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13. 7. 44. Liebe! Ich bin so betrübt, daß Du garnichts von mir bekommen hast und die schwere Entscheidung deshalb ganz allein treffen mußtest. Ich wäre froh, wenn ich die Nachricht bekäme, daß Ihr nicht kommt. Zum mindesten möchte ich doch erst eine Wohnung für fünf haben und auch eine Klärung der so unsicheren Lage abwarten. Ich hoffe wirklich sehr, daß Du Dich dazu entschließt, auf jeden Fall noch zu bleiben. Herrgott, ist das wiederlich mit der langsamen Post, diese Karte kriegst Du ja womöglich garnicht mehr, wenn Du wirklich am 31. schon in Deutschland bist. Heute bekam ich Deine Karte vom 27. 6., auf der Du schreibst, daß Du seit 3 Wochen nichts von mir gehört hast. So schlecht ist es mir allerdings doch nie ergangen. Meinen 35. habe ich abends bei Mutti gefeiert und dachte dabei an den 30., weißt Du noch? Von Dir bekam ich pünktlich eine Damtidning(?!!?) und eine "T. R.". Und Deine Kraftlosen Glückwünsche habe ich gefühlt und dankbar entgegengenommen. Die ersten Gratulanten waren die Fluglärmer, sie kamen schon 1.30 und riefen: Vak upp, hallå! Da konnten wir uns gegenseitig im Keller gratulieren, die kleine Giftige und ich. Wie geht es denn mit dem Milzbrandbazillen? Du willst wohl Hut- u. Schuhnummer wissen um mich Dir besser vorstellen zu können? 58, 42. Da kenne ich Dich besser, ich sehe alle Deine Maße genau vor meinem geistigen Auge. Balkonblumen habe ich nicht, dafür aber einen alten Christbaum, den ich von Zeit zu Zeit anbrenne des guten Holzwuchs halber. Märtalein, sei lieb und bleibe in Salta. Ich hab Dich immer so lieb.
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