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Brevkort från Gerd till Märta till den 30 april 1944 från Dresden |
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30. 4. Liebste! Was ist das für ein Mann, der seiner lieben Frau fünf Tage lang nicht geschrieben hat? Das ist der gelehrte Zenker, der aber trotz all seiner zeitraubenden Gelehrsamkeit immer, immer an seine Allerliebste denkt. Ob Du wohl heute am Valborgsmässoafton 1, noch in Uppsala 2, schon aufgestanden bist, sodaß Du den Aufzug miterleben kannst? Ich habe seit den Telegrammen am Montag garnichts mehr von Euch gehört und habe rechte Sehnsucht nach einem kleinen Lebenszeichen. Gulli erzählte, daß sie einen vier Wochen alten Brief aus Schweden bekommen hat. Ach ja! Nun habe ich auch die Karten vom guten Papa Schwarz bekommen. Mit demselben Text wie bei Stefan, nur der Name fehlt, ich muß ihn jedesmal mit Tinte dazuschreiben. Eigentlich gehörte dazu der Vermerk "Unverbindlich" oder so ähnlich. Denn was weiß ich, wozu Du Dich mittlerweile entschlossen hast? Ich stand unter dem Einfluß von Sch's gutem Wermut bei der Abfassung des Textes. Alle freuten sich und beglückwünschten mich und verlangen von mir, schriftlich Grüße und Glückwünsche auszurichten. Das dumme ist nur, daß ich sie gleich wieder vergessen habe. Aber nach und nach werden sich wohl alle wieder melden, wenn Du erst wieder hier bist! Du, mein Liebes, die Zeit vergeht doch rasend schnell, und es dauert garnicht mehr so lange, bis ich Dich wieder hier habe. Wenn ich nichts von einer neuen Wohnung schreibe, so heißt das nicht, daß sich garnichts in dieser Angelegenheit rührt, aber auch nicht, daß ich im Begriff bin umzuziehen! Der kleine Erik wird unser Ubootbehausung sicherlich noch kennenlernen, wenn auch hoffentlich nur flüchtig. Morgen werde ich mein Mai-Briefkontigent anreißen. Liebe! |
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