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Brevkort från Gerd till Märta till den 19 april 1944 från Dresden
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19. 4. [Poststämplat 23. 4.] Käraste min egen lilla vän! Das war eine große Freude heute, als ich nach Hause kam und 2 Briefe vorfand und dazu noch die Zeitschriften. Ich habe gelacht über Deine Beschreibung, wie sich die Wütze auf der Reise und zu Ostern in Salta benommen haben. Die armen Kerlchen, die Reise muß doch sehr anstrengend gewesen sein. Und für Dich noch mehr. Gestern war ich auf dem Zoll, um zwei Pakete abzuholen, die der ihere Magister seiner Schwester zugedacht hat und die mir nun als Beute zufallen. C'est la guerre, madame! Und sie auszupacken und alles zu verstauen, oj oj oj oj då! Nun lebe ich von herrlichen Apfelsinen. Da jeder gerade drei saure kleine Dinger als Sonderzuteilung bekommen hat, kann ich sie sogar in der Hojule in voller Öffentlichkeit auspacken. Lotte Koch war unverschämt genug, an die Gummihaube zu erinnern. Ganz unmöglich, habe ich ihr gesagt. Daß Du mich nicht etwa das avouierst und doch eine mitbringst!! Hertha macht sich selbständig, denkt nur mal an! Diese Sensation kam ganz potzblitz. Die Stadt hat eine Nachfolgerin für das Ermelhaus ausfindig gemacht, sodaß Herha schon am nächsten Montag das Zimmer räumen muß. Sehr bald wird an der Haustür Ermelstr. 13 ein schönes Schild zu lesen sein: Hertha Zenker, Hebamme. Was sagst Du nun? Einer alleene gloobt das garni. Mutti hat uns schon den Platz für unsere Möbel gekündigt. Herr Horzer [?] sagte mir, daß ab 1. Mai die Wohnraumverteilung in seine Dienststelle verlegt wird und daß er dann bestimmt sehr schnell etwas für uns machen kann. Schöner wäre freilich,wenn vorher das Gericht zu einem Entschluß käme, denn eine so große Wohnung kriegen wir doch nie auf eine andere Weise. Muß muß! G. Viel zu spät zur Post, föllåt lilla vän. |
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